So funktionieren Rückwärtsauktionen

Rückwärtsauktionen finden über Auktionshäuser im Internet statt. Dabei eröffnet nicht der Verkäufer sondern der Kunde der die Ware kaufen möchte die Auktion. Bei einer Rückwärtsauktion erhält das geringste Gebot den Zuschlag. Das Motto einer Rückwärtsauktion lautet also wer bietet weniger. Das Prinzip ist bei einer Rückwärtsauktion anders als bei einer herkömmlichen Auktion. Bei herkömmlichen Auktionen eröffnet der Verkäufer die Auktion, in dem er einen Artikel mit Beschreibung anbietet. Anders ist es bei einer Rückwärtsauktion. Dort eröffnet der Kunde die Auktion für einen Artikel. Der Verkäufer bestimmt den Startpreis zum Beispiel 150 Euro und auch den Mindestverkaufspreis zum Beispiel 10 Euro den er für seinen Artikel erhalten möchte. Auch die Mindeslaufzeit der Auktion wird vom Verkäufer bestimmt. Der Verkaufspreis des Artikels sinkt bei einer Rückwärtsauktion mit zunehmender Laufzeit.

Interessenten können währenddessen den Artikel ersteigern. Je länger der Interessent wartet, je billiger wird der Artikel. Im Gegensatz zu einer normalen Auktion wobei das höchste Gebot zum Auktionsende den Zuschlag erhält kann es bei einer Rückwärtsauktion sehr schnell zum Verkauf kommen. Die Kaufinteressenten stehen bei einer Rückwärtsauktion unter Zeitdruck. Bietet der Interessent bei einer Rückwärtsauktion zu spät um den niedrigsten Preis zu erlangen, kann der Artikel bereits an einen Bieter mit einem nidrigeren Gebot verkauft sein. Bei vielen Rückwärtsauktionen erhält der Bieter den Zuschlag der das niedrigste alleinstehende Gebot abgegeben hat. Aber im richtigen Moment zuschlagen will gelernt sein. Wer bei einer Rückwärtsauktion ein Schnäppchen machen möchte, muss ein Gespür für den richtigen Moment haben. Der Könner hat ein Gespür dafür sein Gebot im richtigen Moment abzugeben. Mit der richtigen ausgefeilten Technik kann der Bieter so manches Schnäppchen sein Eigentum nennen. Mit ein bisschen Glück und der richtigen Methode lassen sich bis zu fünfzig Prozent des regulären Preises einsparen. Auf so einer Internetplattform dürfen private Nutzer aber auch gewerbliche Nutzer ihre Artikel anbieten und auch ersteigern.

Eine Rückwärtsauktion läuft meistens auf Zeit. Ist die Zeit abgelaufen kann kein weiteres Gebot mehr abgegeben werden. Als erstes muss der Interessent sich auf der jeweiligen Auktionsseite registrieren, er muss also einen Account erstellen. Bei den meisten Auktionshäusern für Rückwärtsauktionen sind die Gebote kostenpflichtig. Dabei gibt es die Möglichkeit für einzelne Gebote im nachhinein zu zahlen oder im Voraus Gebotspakete zu erwerben. Die Pakete bestehen zum Beispiel aus zwanzig oder mehr Geboten. Teilnehmen kann ein Bieter an beliebig vielen Auktionen. Nach erfolgreicher Auktion erhält der Bieter meist eine E-Mail zur Bestätigung und muss die Ware daraufhin bezahlen. Aber es gibt auch Auktionshäuser in dem der Bieter nicht für die Gebote bezahlen muß. Auch Auktionshäuser in denen normale Auktionen und Rückwärtsauktionen laufen sind im Internet vorhanden.

Einige Rückwärtsauktionen laufen über eine Countdownfunktion. Hierbei wird der Kaufpreis einer Auktion mit jedem Gebot reduziert und dem Interessenten angezeigt. Sobald ein vorgegebener Betrag erreicht ist, kann durch Starten eines Counters die Auktion beendet werden. Die Auktion ist dann beendet wenn der Counter abgelaufen ist. Sieger der Auktion ist der Teilnehmer, der vor Ablauf der Zeit, das letzte Gebot abgegeben hat. Bei einer Rückwärtsauktion wird immer unter dem Startpreis geboten. In dem Bereich Rückwärtsauktionen sind die Angebote von Dienstleistungen sehr beliebt. Hier kann man sich zum Beispiel einen günstigen Handwerker, jemand der tapeziert oder sein Auto repariert suchen. Inzwischen gibt es ein Software-Tool welches eine normale Auktion mit einer Rückwärtsauktion koppelt.

Um dieses kostenpflichtige Tool zu nutzen, muss man es als allerstes einmal installieren. Dieses Tool erlaubt es dann, bei allen Sofort-Kauf-Angeboten eine Rückwärtsauktion mit automatisch sinkenden Preisen durchzuführen. Mit wenigen Klicks wird eine Sofort-Kauf-Auktion in eine Rückwärtsauktion verwandelt. Dieses Tool verändert den Preis nach den Wünschen des Anbieters zu bestimmten Zeiten. Dadurch können sich die Verkaufchancen erhöhen. Aber es können auch Gebühren gespart werden, weil die Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Artikel verkauft wird und nicht wieder neu eingestellt werden muss. Diese Rückwärtsauktion läuft aber anders als normale Rückwärtsauktionen ab. Der Anbieter startet eine Auktion mit einem festgelegten Sofort-Kauf-Preis. Findet sich innerhalb einer festgelegten Zeit kein Käufer, kümmert sich das Tool selbstständig darum den Preis zu verringern. Erstmalig wird der Preis zweiundsechzig Stunden und letztmalig zwölf Stunden vor Ablauf der Auktion verändert. Wie viele Preisänderungen stattfinden sollen legt der Nutzer selber fest. Auch wie stark der Preis sinken soll legt der Nutzer selber fest.
Der Preis des Angebotes wird somit immer niedriger und das Warten auf den perfekten Augenblick wird somit zur Kunst die der Käufer beherrschen muss. Dies ist also eine ganz neue Form von Rückwärtsauktionen. Der Vorteil hierbei ist aber, dass ein solches Angebot die ganze Zeit über interessant bleibt.